Morgens teuer, abends günstig
Seit 2013 müssen Tankstellen in Deutschland jede Preisänderung für Super E5, Super E10 und Diesel innerhalb von fünf Minuten an die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe beim Bundeskartellamt melden. Seitdem lässt sich genau verfolgen, wie sich die Preise über den Tag bewegen – und es zeigt sich ein Muster, das sich Tag für Tag wiederholt.
Die Preise steigen vor allem am frühen Morgen und erreichen gegen 7 Uhr ihren Höchststand. Danach sinken sie in mehreren Stufen, mit kleineren Zwischenanstiegen über Mittag und am Nachmittag. Am Abend, zwischen 19 und 22 Uhr, ist Sprit meist am günstigsten. Gegen Ende des Abends ziehen die Preise oft wieder an.
Warum die Preise so schwanken
Tankstellen beobachten ihre Konkurrenz genau und reagieren auf jede Änderung in der Nachbarschaft. Preiserhöhungen kommen meist gebündelt, danach senken die Stationen ihre Preise schrittweise, um Kundschaft anzulocken. Viele Tankstellen ändern ihre Preise inzwischen mehrmals am Tag.
Für Autofahrerinnen und Autofahrer heißt das: Wer flexibel ist, kann allein durch die Wahl der Uhrzeit sparen – ohne Umweg und ohne Aufwand.
Wochentag, Autobahn und Region
Der Wochentag spielt eine deutlich kleinere Rolle als die Uhrzeit. Viel stärker ins Gewicht fällt der Ort: An Autobahntankstellen ist Sprit meist deutlich teurer als in der Stadt – wer kann, tankt vor der Auffahrt. Auch zwischen Tankstellen derselben Stadt liegen oft mehrere Cent pro Liter.
So tankst du günstiger
- Wenn möglich abends tanken, nicht am frühen Morgen.
- Vor der Fahrt die Preise in deiner Stadt vergleichen.
- Nicht jeden Umweg fahren – der Umweg-Rechner zeigt, ob er sich lohnt.
- E10 tanken, wenn das Auto es verträgt – mehr dazu in E10 oder E5?
- Autobahntankstellen meiden, wenn der Tank es zulässt.
Stand: Oktober 2026